Make-up-Pinsel
Ich sage es gleich vorweg: Unsere Pinsel in Deutschland fertigen zu lassen, kostet uns das Drei- bis Vierfache von dem, was eine Produktion in Fernost kosten würde. Rein monetär betrachtet ist das dumm. Und ich mache es trotzdem. Seit Jahren. Warum, erzähle ich euch jetzt.
Warum überhaupt vegan?
Der Grund ist eigentlich ganz simpel: Unverträglichkeiten und Allergien. Davon gab es viele — und es gibt sie immer noch. Naturhaar kann Reaktionen auslösen, und ich wollte das Risiko für unsere Kundinnen so weit wie möglich minimieren. Die Antwort darauf war: komplett vegan.
Und ganz nebenbei muss so auch kein Tier leiden. Das war für mich kein Marketing-Argument, sondern eine Selbstverständlichkeit. Deshalb ist bei uns auch der Kleber vegan — konsequent heißt eben konsequent, nicht nur da, wo es auf die Verpackung passt.
Als wir die Linie damals auf den Markt gebracht haben, waren wir die Ersten in Deutschland mit einer komplett veganen Pinsellinie. Das wussten wir — und ja, darauf waren wir wirklich stolz. Sind wir immer noch.

Was "handgefertigt" bei uns wirklich bedeutet
"Handgefertigt" steht heute auf vielen Verpackungen. Bei uns bedeutet es genau das, was da steht: Das Haar wird von Hand gebunden. Von Hand in die Zwinge gesetzt. Von Hand auf den Holzgriff geklebt. Kein Fließband, keine Maschine, die im Sekundentakt Pinsel ausspuckt.
Ich war selbst in der Manufaktur und habe den Menschen dort über die Schulter geschaut. Was mich dabei am meisten beschäftigt hat: Solche ehrlichen Handwerksbetriebe sterben aus. Es werden immer weniger. Und genau deshalb ist es mir wichtig, diese Arbeit weiter zu unterstützen — auch wenn die Excel-Tabelle etwas anderes sagt.
Was ihr davon habt
Jetzt die ehrliche Frage: Was bringt euch das als Kundin?
Ganz einfach: Ein Pinsel, der auch nach fünf Jahren noch festes Haar hat. Wir verwenden viel Haar pro Pinsel — nicht die dünn besetzten Köpfe, bei denen man nach einem Jahr durchschaut — und vor allem qualitativ hochwertiges Synthetikhaar. Das ist der Unterschied, den man nicht am ersten Tag merkt, sondern am tausendsten.
Und falls ihr euch fragt, ob Synthetikhaar irgendwo schlechter ist als Naturhaar: Mir ist ehrlich gesagt nichts bekannt. Wäre da ein echter Nachteil, würde ich ihn euch hier nennen — ihr kennt mich mittlerweile.
Der Moment, in dem ich gezweifelt habe
Natürlich gab es den Moment, in dem ich dachte: Das rechnet sich nie. Drei- bis vierfache Kosten sind kein Pappenstiel für eine kleine Marke wie unsere.
Aber ich bin der Letzte, der seinen Kundinnen aus Profitgier ein schlechtes Produkt verkaufen möchte. Dann verdiene ich eben etwas weniger. Lieber das, als Schrott zu verkaufen und mich dafür jeden Morgen im Spiegel anschauen zu müssen.
Das ist keine Heldengeschichte. Das ist einfach die Art, wie ich Backstage führen will.
Habt ihr Fragen zu unseren Pinseln — oder wollt ihr wissen, wie man sie richtig pflegt, damit sie wirklich so lange halten? Schreibt mir direkt an abraham@bsmu.de
Oder unten in die Kommentare. Ich lese alles. Versprochen. 😊
Abro


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